Prof. i. R. für Erziehungswissenschaft
(zuletzt an der Universität Köln)

Interkulturelle Pädagogik

Nach meinem Verständnis muss sich die Interkulturelle Pädagogik an zwei Leitmotiven orientieren:
erstens am Motiv der Gleichheit - Gleichheit der Rechte, Gleichheit der Bildungs- und Sozialchancen, zweitens am Motiv der Anerkennung. Dies meint die Anerkennung von Lebensformen, kulturellen Symbolen, Überzeugungen, die für das Selbstverständnis anderer bedeutsam sind. Pädagogik kann nicht Gleichheit herstellen, aber sie kann und muss Ungleichheit, d. h. auch "strukturellen Rassismus" bewusst machen. Das strebte und strebt die antirassistische Erziehung in erster Linie an. Richtig an diesem Ansatz war und ist die Einsicht, dass das Bemühen um Offenheit, Respekt etc. zur Farce wird, solange Mechanismen der Diskriminierung allenthalben und besonders im Bildungssystem selbst wirksam sind und nicht zum Thema gemacht werden, um zumindest langfristig abgebaut zu werden.

Meine Arbeitsschwerpunkte:
die Arbeit an theoretischen Grundlagen der interkulturellen Bildung (u. a. an einem heuristischen Modell für die Interpretation interkultureller Kommunikationssituationen und am Konzept interkultureller Kompetenz), die Analyse des Bildungssystems und Fragen der Schulqualität

Meine Funktionen: